Sechstklässler fesseln die Zuhörer beim Vorlesewettbewerb

Schon seit einigen Wochen liefen bei den sechsten Klassen die Vorbereitungen für den Vorlesewettbewerb auf Hochtouren. Schließlich musste aus den vier sechsten Klassen der jeweils beste Vorleser ermittelt werden, der seine Klasse dann beim Vorlesewettbewerb vertreten und um den Sieg kämpfen würde. Jeder Klassensieger durfte dem Publikum und der Jury einen Ausschnitt aus einem selbstgewählten Buch vorlesen. Die Jury bestand aus den zwei Lehrkräften Frau Fürnrohr und Herr Schmidt sowie Frau Siebenbürger von der Buchhandlung „lesenswert!“ und Frau Tradt aus dem Elternbeirat.

Gespannte Stille legte sich über die Zuhörer, als Peter Holzmüller, unterstützt von seinen Klassenkameraden der 6A, ans Lesepult trat. Aufmerksam lauschten die Schüler einer Geschichte über einen weißen Jungen, der sich mit einem Indianer anfreundet. In seinem gewählten Ausschnitt aus dem Buch „Im Zeichen des Bibers“ nahm Peter die Zuhörer mit auf eine Reise ins Amerika der Vergangenheit, als sich Indianer und weiße Siedler feindlich gegenüberstanden und bekriegten. Aus den Reihen der Sechstklässler war kein Mucks zu hören.

Nach diesem sehr ernsten Vortrag lockerte Katharina Strigl aus der 6B die Stimmung mit ihrem humorvollen Buch „Hier kommt Lola“ auf. Sie wählte das erste Kapitel für ihre Lesung aus, in dem sich die Protagonistin Lola als erfolgreiche Berühmtheit vorstellt. Anschaulich und lustig beschreibt sie das Leben, das sie sich wünschen würde, und beschwert sich in einer Weise, die das Publikum immer wieder zum Lachen bringt, über ihre banalen Probleme wie beim Einschlafen.

Als nächste Leserin entführte Eva Jaumann aus der 6C die Zuhörer in die Welt der Zwerge. „Asa und Gasa“ wurde von einem gerade einmal achtjährigen Stummen geschrieben und erzählt die Abenteuer von Tim, der die zwei Zwerge Asa und Gasa kennenlernt und mit ihnen viele spannende Abenteuer erlebt. In Evas Ausschnitt wird Tim mithilfe eines Zauberstaubs auf Zwergengröße geschrumpft, damit er das Zwergenland erkunden kann.

Die Klasse 6D wurde von Felix Badum vertreten, der das Buch „Allein in der Wildnis“ gewählt hatte. Felix las von einem Jungen vor, der zu seinem Vater nach Kanada fliegen möchte. Plötzlich bekommt der Pilot starke Krämpfe und bricht mit einem Herzinfarkt zusammen. Brain sitzt auf einmal völlig allein in einem führerlosen Flugzeug, das seinem Schicksal entgegenrast.

Nachdem sich die Jury zu einer kurzen Besprechung zurückgezogen hatte, wurden die zwei Schüler verkündet, die im Stechen gegeneinander antreten würden. Die Entscheidung war der Jury nicht leicht gefallen, doch schließlich hatten sie sich für Peter und Felix entschieden. Beide mussten jetzt einen unbekannten Text vorlesen. Die Organisatoren Frau Hage und Herr Riedl hatten sich für einen Auszug aus J.R.R. Tolkiens „Der Hobbit“ entschieden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten trug Peter seinen Ausschnitt souverän und sicher vor und konnte sich gut in die Personen hineinversetzen. Bis auf einige kleine Versprecher meisterte auch Felix die Aufgabe und ließ sich keinerlei Anspannung anmerken. Letztendlich konnte sich Peter jedoch gegen Felix durchsetzen und freute sich über den Siegertitel. Er wird unser Gymnasium beim Regionalentscheid vertreten. Alle Teilnehmer erhielten zum Abschluss ein wohl verdientes Geschenk für ihre starke Leistung.

(Chiara Ferner, Q11)

Fotos vom Vorlesewettbewerb