Warum Italienisch lernen?

Sehr geehrte Eltern, liebe Schüler/innen,

Italienisch ist eine der wohl schönsten Sprachen überhaupt und wir haben Ihnen/euch einige gute Gründe aufgelistet, warum es sich lohnt, Italienisch zu erlernen. Im Anschluss daran geben wir noch einige Informationen zu Fakten, die mit der Wahl Italienisch einhergehen und wir versuchen auf die Frage, ob man denn für die spätbeginnende Fremdsprache geeig-net ist, eine Antwort zu geben. Für diejenigen, die Interesse haben, Italienisch zu wählen, empfehlen wir den digitalen Informationsabend am 11.3.2021 um 19 Uhr.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter folgender Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ilka Gascher und Philipp Volk

(Italienischlehrer am SGF)

 

Gründe, warum es sich lohnt, Italienisch zu lernen:

  • Die Schüler haben die Chance, noch eine neue, lebendige Fremdsprache zu erlernen!
  • Italienisch ist einfach eine wunderschöne, klangvolle und äußerst lebendige Sprache. Italienisch ist die Sprache der Musik, der Kunstgeschichte, der Archäologie – in einem Wort, es ist die Sprache der Kulturwissenschaft.
  • Italien ist das Lieblingsreiseziel der Deutschen und speziell der Bayern, und man bekommt natürlich einen ganz anderen Zugang zu Land und Leuten, wenn man die Landessprache spricht.
  • Italienischkenntnisse haben einen großen praktischen Nutzen bei internationalen Studiengängen wie z.B. Internationales Management, Internationale Kommunikation und bei Studiengängen der Kulturwissenschaften und des Lehramts am Gymnasium. Auch beim Studium der Archäologie, der Musik, der Geschichte oder des Modedesigns sind Italienischkenntnisse erwünscht oder sogar von den Studienverordnungen vorgeschrieben. Die im Italienischunterricht erworbenen Kenntnisse ermöglichen den Erwerb von Sprachzertifikaten, die bei Bewerbungen um Studienplätze und Praktika äußerst hilfreich sind.
  • Mit Italienischkenntnissen verbessert man auch seine beruflichen Chancen. Italien ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands, und jedes italienische Unternehmen braucht deutsche Mitarbeiter, die Italienisch sprechen.
  • Auch wer eine Laufbahn im Bereich der Verwaltung bei einer europäischen Behörde in Brüssel anstrebt, sollte drei moderne Fremdsprachen beherrschen, Italienisch könnte hier eine dieser drei Sprachen sein.

Neben diesen schulunabhängigen Argumenten für Italienisch gibt es auch Gründe, die speziell für unsere Gymnasiasten gelten.

  • Alle Schüler/innen, die Italienisch wählen, haben entweder Französisch oder Latein gelernt und beides sind Sprachen, die eine optimale Basis für Italienisch darstellen: Latein v. a.im Hinblick auf den Wortschatz und Französisch in Bezug auf die Grammatik, die vielfach dem Italienischen ähnlich ist.
  • Darüber hinaus verfügen Schüler/innen, die Fremdsprachen bereits gut gelernt haben, über ein Instrumentarium an Lerntechniken, das ihnen sehr hilft, eine weitere Fremdsprache effizient und rasch zu erlernen.

Bevor wir auf die Frage eingehen, welche Schüler/innen denn nun für Italienisch geeignet sind, möchten wir noch einige Fakten nennen, die mit der Wahl verbunden sind:

  • Italienisch kann an unserer Schule nur die 2. Fremdsprache, also Latein oder Französisch ersetzen, nicht die 1. Fremdsprache Englisch.
  • Italienisch ist Kern –und Vorrückungsfach, d.h. es werden Schulaufgaben und Stegreifaufgaben geschrieben, eine Schulaufgabe in der 12.Klasse wird in mündlicher Form, in der Regel als Partnerprüfung, absolviert.
  • Italienisch muss in der 10., 11. und 12. Jahrgangsstufe belegt werden, im 1. Lernjahr mit 4 Stunden, in den beiden weiteren Jahren mit jeweils 3 Stunden.
  • In Italienisch kann die Abiturprüfung abgelegt werden, allerdings nur die mündliche Abiturprüfung, das Kolloquium. In diesem Fall fließen alle in der 11. und 12. Klasse erzielten Leistungen in die Abiturnote ein. Ansonsten zählen die erbrachten Noten von drei Halbjahren.
  • Wer „Italienisch spät beginnend“ wählt, muss in der 11. und 12. Jahrgangsstufe nur eine Naturwissenschaft belegen. Informatik können die Schüler nur 2 Halbjahre belegen und darin auch kein Abitur machen. (Für die Beantwortung genauere Fragen zur Fächerwahl stehen die Oberstufenkoordinatoren jederzeit zur Verfügung!) 

Nun kommen wir zu der Frage, die für Sie wahrscheinlich am wichtigsten ist, nämlich, „Ist mein Kind für die spät beginnende Fremdsprache geeignet?“

Nach langjährigen Erfahrungen mit diesem Modellhaben sich zwei Voraussetzungen herauskristallisiert, die für Erfolg mit Italienisch zentral sind. Erfolg definieren wir in zweierlei Hin-sicht, einmal als gute Leistungen, aber auch als Freude am Fach, und wie wir alle wissen, sind diese beiden Elemente eng miteinander verknüpft.

Um Erfolg in diesem Sinne zu erzielen, ist es wichtig, dass der oder die Italienischlernende über eine klar erkennbare sprachliche Begabung verfügt. Wenn Schüler/innen sich nicht sicher sind, ob sie für Italienisch geeignet sind, rate ich ihnen, sich mit ihrem jeweiligen Fremdsprachenlehrer oder auch gerne mit uns in Verbindung zu setzen, um diesen Punkt zu klären. Es ist sicherlich sinnvoll, sich rechtzeitig leistungsmäßig realistisch einzuschätzen, um spätere Enttäuschungen auszuschließen. Genauso wichtig wie sprachlichesTalent ist aber noch etwas, die eindeutige Entscheidung für Italienisch mit allen Konsequenzen und nicht gegen eine Sprache, die man durch die Wahl von Italienisch ablegen möchte. Diese Schüler/innen bedenken oft nicht, dass sie die neue Fremdsprache drei Jahre lang belegen müssen und dass nur mit der richtigen Arbeitshaltung Erfolg im vorher genannten Sinne erreicht werden kann. Was konkret heißt nun richtige Arbeitshaltung?

In der spätbeginnenden Fremdsprache werden die Schüler/inneninnerhalb von nur drei Jahren darauf vorbereitet, ein Niveau zu erreichen, das es ihnen ermöglicht, eine mündliche Abiturprüfung zu absolvieren, d.h. es wird die gesamte italienische Grammatik, die durchaus anspruchsvoll ist, vermittelt und die Schüler/innenmüssen sich einen sehr umfassenden Wortschatz aneignen. Es ist sicherlich einleuchtend, dass man hierfür ein schnelles Arbeitstempo vorlegen muss, was für Schüler/innen, die mit Freude und motiviert bei der Sache sind, kein Problem ist.

Kurz noch ein Hinweis zu den Unterrichtsinhalten in Italienisch. Neben der vorher angesprochenen Vermittlung von Grammatik und Wortschatz sieht der Lehrplan auch zahlreiche landeskundliche, historische sowie aktuelle politische und gesellschaftswissenschaftliche Themen vor, die Schüler erhalten einen Überblick über die italienische Literatur und wir lesen im dritten Lernjahr einen Roman auf Italienisch. Da der Italienischunterricht in noch stärkerem Maße als bei den anderen modernen Fremdsprachen auf den Erwerb der mündlichen Fähigkeiten abzielt, müssen die Schüler von Anfang an bereit sein, sich in der Fremdsprache zu äußern. Das Lehrbuch, mit dem wir arbeiten, In Piazza, orientiert sich stark an der Vermittlung von kommunikativen Fähigkeiten und fordert kontinuierlich dialogische Übungen oder Gespräche innerhalb einer Gruppe ein. Die auf diese Weise erworbene mündliche Sprachkompetenzkönnen die Schüler im zweiten Lern-jahr ganz authentisch vor Ort anwenden, dann nämlich, wenn sie im Rahmen eines einwöchigen Schüleraustausches zu unserer italienischen Partnerschule nach Giaveno in der Nähe von Turin reisen und dort nach ihren Aussagen eine unvergesslich schöne Woche verleben. Eine Frage, die immer wieder auftritt, ist die Frage nach dem „Latinum“. Hier gilt Folgendes: Schüler/innen, die Latein durch eine spät beginnende Fremdsprache ersetzen, haben nach der 9. Klasse mit der Zeugnisnote 4 oder besserautomatisch „gesicherte Lateinkenntnisse“, d.h. das „Kleine Latinum“ erworben. Das „Latinum“ (früher „Großes Latinum“) kann durch eine von unserer Schule erstellte Feststellungsprüfung auf dem Niveau eines Textes von Cicero am Ende der 9. Jahrgangsstufe erworben werden. Nähere Einzelheiten können bei Herrn Sauer unter Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 0821-747950 erfragt werden.