Exkursion an das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum

Es ist an unserer Schule schon seit langem Tradition, dass die Physikkurse der Q11 eine Exkursion zum Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (kurz DLR) in Oberpfaffenhofen durchführen. Dort besteht die Möglichkeit, im Schülerlabor eigenständig zu experimentieren und sich über die Arbeit des DLR zu informieren. Dieses Jahr waren die Physikkurse und das P-Seminar Physik an zwei Terminen unter Begleitung von Frau Hammerl, Herrn Schlund, Frau Schmid und Frau Hartl unterwegs.

In einem Einführungsvortrag erfuhren wir zunächst von einigen aktuellen Forschungsthemen des DLR: Im Bereich Verkehr und Luftfahrt ist das autonome Fahren die technische Herausforderung der nächsten Jahre. Außerdem beteiligt sich das DLR an der Entwicklung einer neuen Zuggeneration, die sich nicht auf Schienen sondern als Magnetschwebebahn in evakuierten Röhren bewegen wird. Insbesondere beschäftigt sich die Forschung derzeit mit der äußeren Form der Züge, um die Aerodynamik stetig zu optimieren.
In Oberpfaffenhofen befindet sich auch ein kleiner Flughafen, von dem aus vor allem Forschungsflugzeuge starten. Diese sind mit speziellen Sensoren versehen, die z.B. die Luftqualität, die Luftverwirbelungen hinter vorausfliegenden Flugzeugen oder die Lärmbelastung durch den Flugverkehr messen können.
Eines der größten Aufgabengebiete des DLR liegt aber, wie der Name schon sagt, im Bereich der Satellitentechnik. Das ZKI (Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation) bietet einen Notfall-Kartierungsservice zur Unterstützung humanitärer Hilfseinsätze. So können Satellitenbilder z.B. bei Überschwemmungen wichtige Informationen über die genaue Lage der Hochwassergebiete und das Ausmaß der Katastrophe geben oder bei großflächigen Waldbränden die Brandherde genau lokalisieren.

Im Anschluss an die Einführungspräsentation wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, die sich unter fachkundiger Anleitung von Studenten mit den Themen Laser, Infrarot und Raketentechnik auseinandersetzten. Dabei wurden wir zunächst über physikalische Grundlagen informiert und durften anschließend selbständig experimentieren.

In der Lasergruppe konnte man zum Beispiel mit einem (unsichtbaren) CO2-Laser Buchstaben in ein Papierstück brennen, oder Musik vom Handy mit Hilfe eines Lasers auf einen Lautsprecher übertragen.
Wie eine Rakete funktioniert und wo die technischen Herausforderungen bei einem Raketenstart liegen erfuhr die zweite Gruppe. In mehreren Versuchsdurchführungen wurde der Antrieb der kleinen Testraketen sukzessive verbessert, bis wir die Höhe der angrenzenden Gebäude übertrafen und eine Rakete sogar auf dem Dach landete.
Die dritte Gruppe lernte zunächst einiges über Infrarottechnik sowie welche Informationen mit einer Infrarotkamera gemessen werden können. Damit durften wir dann auch experimentieren und einige lustige Fotos schießen.

Den Abschluss des Aufenthaltes bildete der Besuch der Flughalle. Dort bot sich die Gelegenheit, Interessantes über Aufbau und Funktionsweise von Flugzeugen zu erfahren und selber einmal im Cockpit zu sitzen. Insgesamt erlebten wir so einen sehr interessanten Tag, der uns viele Experimente ermöglichte und Informationen bot, die weit über den normalen Physikunterricht hinausgehen.