Fachbereich Physik

"Der Inhalt der Physik geht die Physiker an, die Auswirkungen alle Menschen."

Friedrich Dürrenmatt

Die Naturwissenschaft Physik beschäftigt sich mit Erscheinungen und Gesetzen der unbelebten Natur und gibt Erklärungen dafür. Um Naturgesetze zu finden, beobachten Physiker die Natur oder stellen ihr „Fragen” in Form von Experimenten.

Da die Physik die Grundlage vieler technischer Entwicklungen wie z.B. in der Medizin, Ökologie, Arbeitswelt, Kommunikation bildet, gibt der Physikunterricht den Heranwachsenden Hilfen, um sich in der modernen, hoch technisierten Welt zu orientieren, Wertungen zu treffen und sich schließlich eine fundierte Meinung zu bilden.

Bereits in der 7. Klasse ist Physik Leitfach im Rahmen des Natur und Technik-Unterrichts. Eines der wichtigsten Ziele ist es, das natürliche Interesse vieler Kinder und Jugendlicher an Naturerscheinungen zu erhalten oder es zu wecken, es zu fördern und zu einer dauerhaften Neugierde an naturwissenschaftlichen Fragestellungen zu entwickeln.
Ab der 8. Jahrgangsstufe ist Physik dann ein eigenständiges Schulfach mit zwei bzw. im NTG-Zweig mit drei Wochenstunden.
Großen Wert wird am Gymnasium Friedberg, neben der intellektuellen Durchdringung physikalischer Sachverhalte, auf das Begreifen von physikalischen Fragestellungen gelegt. Deshalb finden in der Mittelstufe wöchentlich physikalische Übungen in Kleingruppen statt. Zwei gut ausgestattete Übungsräume bieten die besten Voraussetzungen für das selbständige Entdecken und Aufzeigen von Gesetzmäßigkeiten. Aber auch im regulären Physikunterricht kommt die Eigentätigkeit nicht zu kurz: Sei es beim Elektrizitätskurs mit der „Friedberger Box” oder der Bau eines Elektroskops in der 7. Klasse, der Bau eines funktionierenden Elektromotors in der 9. Klasse oder das physikalische Entwerfen und Anfertigen einer Panflöte in der 10. Klasse.
Höhepunkte sind alljährlich die Besuche im schoollab des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums in Oberpfaffenhofen – einem unserer Schulpartner.

Die Erkenntnisse der Naturwissenschaften stellen einen bedeutenden Teil der kulturellen Errungenschaften dar. Damit ist die Kenntnis typischer Arbeitsmethoden und Denkstrukturen ein wesentlicher Bestandteil der Allgemeinbildung.

Um diese physikalische Bildung zu erwerben, müssen die Schüler bestimmte Arbeitshaltungen und Einstellungen trainieren wie Durchhaltevermögen, Flexibilität, Offenheit für Neues und kritische Urteilsfähigkeit. Außerdem wird genaues Beobachten, selbstständiges Experimentieren und sicherer Umgang mit Informationen eingeübt. Experimentieren in Gruppen fördert neben dem nachhaltigen Zuwachs an Wissen und Erfahrung auch die Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie das Sozialverhalten.